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SCHMERZ VON A–Z:
Das Glossar der Initiative Schmerz

Medizinisch geprüft von Dr. Catherine Chaput, Fachärztin für Neurologie und Ärztin für Allgemeinmedizin
Wissenschaftlich recherchiert und aufbereitet von Birgit Adrario, Psychotherapeutin

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Letzte medizinische Prüfung: September 2026 · Initiative Schmerz e.V.

 A 

ABSTEIGENDE SCHMERZHEMMUNG

Absteigende Nervenbahnen aus dem Hirnstamm, die zu einer Hemmung der Schmerzweiterleitung im Rückenmark führen

AKUTER SCHMERZ

Akuter Schmerz ist ein plötzliches, zeitlich begrenztes Warnsignal des Körpers, das durch Gewebeschädigungen, Verletzungen oder Entzündungen ausgelöst wird.

  • Funktion: Schutzfunktion, um den Körper vor weiteren Schäden zu bewahren.

  • Dauer: Klingt in der Regel rasch ab, sobald die zugrundeliegende Ursache (z. B. eine Wunde) abgeheilt ist.

  • Abgrenzung: Im Gegensatz zum chronischen Schmerz ist akuter Schmerz ein Symptom und keine eigenständige Krankheit.

ALLODYNIE

Schmerz durch einen normalerweise nicht als schmerzhaft empfundenen Reiz, wie etwa durch eine leichte Berührung.

ANALGETIKUM (Plural: Analgetika)

Schmerzmittel. Ein Medikament mit schmerzlindernder oder schmerzstillender Wirkung.

ANTIDEPRESSIVUM (Plural: Antidepressiva)

Ein Medikament gegen die Symptome bei Depressionen. Antidepressiva werden auch bei Ängsten oder zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt – auch ohne Vorliegen einer Depression

ANTIKONVULSIVUM (Plural: Antikonvulsiva)

Medikamente, die zur Unterdrückung epileptischer Anfälle entwickelt wurden, von denen einige auch gegen Nervenschmerzen wirksam sind.

  • Erfordern eine langsame Steigerung der Dosierung (Einschleichphase) über Wochen, um Nebenwirkungen zu minimieren.

  • Stellen eine tragende Säule in der medikamentösen Therapie von Nervenschmerzen dar.

ARTHRITIS

Enzündung eines (oder mehrerer) Gelenke

ARTHROSE

Verschleißerkrankung von Gelenken. Eine infektiöse Komponente fehlt primär – die Arthritis kann jedoch auch zur Arthrose führen. 

AURA (Migräne mit Aura)

Eine Aura bezeichnet vorübergehende, vollkommen rückbildungsfähige neurologische Symptome, die vor oder zu Beginn eines Migräneanfalls auftreten.

  • Symptome: Häufig visuelle Symptome, die immer beide Augen parallel betreffen, da die Störung nicht im Auge selbst, sondern in der Sehrinde des Gehirns entsteht (Zickzack-Linien, Lichtblitze, Gesichtsfeldausfälle), gefolgt von sensiblen Symptomen, wie Kribbeln/Taubheitsgefühle oder Sprachstörungen.

  • Dauer: Hält typischerweise zwischen 5 und 60 Minuten an, bevor die eigentlichen Kopfschmerzen einsetzen.

  • Häufigkeit: Tritt bei etwa 25 % aller Migräne-Betroffenen auf.

 B 

BANDSCHEIBENVORFALL

Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der innere Gallertkern der Bandscheibe durch die beschädigte Faserhülle in den Wirbelkanal aus.​

BEWEGUNGSSCHMERZ

Schmerzen, die bei normaler körperlicher Anstrengung oder Belastung auftreten.

BELASTUNGSSCHMERZ

Schmerzen, die bei (großer bzw. unüblicher) körperlicher Anstrengung oder Belastung auftreten.

BIO-PSYCHO-SOZIALES SCHMERZMODELL

Dieses Modell definiert Schmerz als komplexes Geschehen, in dem biologische, psychische und soziale Faktoren untrennbar zusammenwirken.

  • Bildet die Grundlage für eine ganzheitliche Therapie bei chronischen Schmerzen.

  • Berücksichtigt neben dem Gewebeschaden auch die emotionale Belastung durch die Schmerzen und das soziale Umfeld (z. B. drohende Isolation).

 C 

CAPSAICIN

Capsaicin wird zum einen in Form von Salben in niedriger Dosierung für die lokale Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Zum anderen ist auch ein hochdosiertes Capsaicin-Pflaster verfügbar, welches für 30-60 Minuten auf die Haut geklebt wird und in Abständen von mehreren Wochen wiederholt wird.  

Diese Behandlung mit hochdosierten Capsaicin-Pflastern wird überwiegend in Schmerzambulanzen durchgeführt.

Eine Liste aller Schmerzambulanzen in Österreich finden Sie hier.

CGRP-ANTIKÖRPER ("Migränespritze")

CGRP-Antikörper sind moderne, zielgerichtete Medikamente zur Vorbeugung (Prophylaxe) von episodischer und chronischer Migräne.

  • Wirkungsweise: Sie blockieren den Botenstoff CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) oder dessen Rezeptor im Gehirn, der maßgeblich an der Auslösung von Migräneanfällen und Gefäßerweiterungen beteiligt ist.

  • Anwendung: Werden meist einmal monatlich oder quartalsweise mittels einer kleinen Spritze unter die Haut (subkutan) oder als Infusion verabreicht.

  • Zielgruppe: Werden vor allem eingesetzt, wenn klassische Medikamente zur Vorbeugung nicht ausreichen oder schlecht vertragen werden.

CHRONISCHER SCHMERZ

Von chronischem Schmerz spricht man, wenn Schmerzen länger als 3 Monate anhalten oder kontinuierlich wiederkehren und ihre ursprüngliche Warnfunktion verloren haben.

  • Krankheitsbild: Chronischer Schmerz gilt als eigenständige Erkrankung.

  • Ursachen: Entsteht oft durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren (biopsychosoziales Modell).

  • Folgen: Häufig verbunden mit Schlafstörungen, Einschränkungen im Alltag sowie emotionaler Belastung.

CLUSTERKOPFSCHMERZ

Der Clusterkopfschmerz ist eine primäre Kopfschmerzerkrankung mit einseitigen, extrem heftigen Schmerzattacken im Bereich von Auge und Schläfe.

  • Die Attacken treten oft nachts auf und dauern typischerweise zwischen 15 und 180 Minuten.

  • Charakteristisch ist das periodisch gehäufte Auftreten ("Cluster") mit langen schmerzfreien Intervallen von Monaten oder Jahren.

  • Begleitsymptome: Tränende Augen, verstopfte Nase und starke körperliche Unruhe

CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom)

früherer Name: Morbus Sudeck

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom beschreibt vielmehr einen Schmerzzustand.

  • Es wird unterschieden in:

    • CRPS Typ I: ohne Nervenverletzung

    • CRPS Typ II: mit Nervenverletzung

  • tritt häufig in Folge von Knochenbrüchen, traumatischen Gewebsschädigungen oder nach Operationen auf

  • Symptome: Ruheschmerzen, diffuse Spontanschmerzen, begleitende Schwellungen, Sensibilitätsstörungen, Durchblutungsstörungen, Hautverfärbungen

 D 

DYSÄSTHESIE / PARÄSTHESIE

Missempfindung, die nicht notwendigerweise mit Schmerzen verbunden ist, zum Beispiel ein Kribbeln auf der Haut.

 E 

ELEKTROMYOGRAPHIE (EMG)

Messung der elektrischen Aktivität von Muskeln. Mit feinen Nadel- oder Oberflächenelektroden wird geprüft, wie Muskeln im Ruhe- und Anspannungszustand reagieren. Ein EMG hilft festzustellen, ob eine neurogene (also durch Nerven bedingte / Neuropathien) Störung oder eine myogene (also Muskel assoziierte / Myopathien) Störungen vorliegt.

ELEKTRONEUROGRAPHIE (ENG)

Messung der Leitfähigkeit von Nerven. Ein kleiner elektrischer Impuls misst, wie schnell und stark ein Nerv Signale weiterleitet. Das Verfahren hilft zu diagnostizieren, ob (und in welchem Ausmaß) ein Nerv geschädigt ist.

siehe auch Nervenleitgeschwindigkeit

ENGPASSSYNDROM

Beim Engpasssyndrom wird ein Nerv durch Verengung im Gewebe (wie Muskeln, Bänder oder Knochen) eingeklemmt. Ein bekanntes Beispiel ist das Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk. Die Schmerzen strahlen oft aus und gehen häufig mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln einher.

ELEKTROENZEPHALOGRAPHIE / ELEKROENZEPHALOGRAMM (EEG)

mit einem EEG werden Gehirnströme gemessen und graphisch dargestellt. In der Neurologie wird diese Untersuchungsmethode vor allem bei Fragestellungen, wie etwa Epilepsie, Schlafmedizin (zur Bestimmung der Schlaf-Wachphasen) eingesetzt.

ERGOTHERAPIE

Ergotherapie unterstützt Menschen dabei, alltägliche Aktivitäten trotz Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen möglichst selbstständig auszuführen und wieder mehr Handlungsmöglichkeiten im Alltag zu gewinnen.

EVOZIERTER SCHMERZ

Durch äußere Reize unmittelbar ausgelöster Schmerz, wie beispielsweise durch Nadelstiche.

 F 

FACETTENGELENKE

Wirbelbogengelenke: paarige Gelenkverbindung benachbarter Wirbelkörper.

FIBROMYALGIE

Eine nicht-entzündliche, generalisierte chronisches Schmerzerkrankung in mehreren Körperbereichen. Häufig begleitet von vegetative und/oder funktionelle Beschwerden. Charakteristisch für Fibromyalgie ist eine Druckschmerzhaftigkeit an spezifischen Körperpunkten (Tender Points). Die Lebensqualität von Betroffenen ist häufig massiv eingeschränkt.

Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, angenommen wird eine gestörte Schmerzverarbeitung im Gehirn.

 G 

GÜRTELROSE (HERPES ZOSTER)

Eine schmerzhafte Erkrankung, die durch das Reaktivieren des Windpocken-Virus (Varizella-Zoster-Virus) entsteht. Neben einem bläschenförmigen Hautausschlag verursacht die Gürtelrose oft brennende, stechende Nervenschmerzen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs.

siehe auch Post-Zoster-Neuralgie

 H 

HERPES ZOSTER

HYPÄSTHESIE / HYPOÄSTHESIE

Vermindertes Empfinden von nicht schmerzhaften Reizen bzw. eine geminderte Druck- oder Berührungsempfindlichkeit der Haut.

Betroffene beschreiben das Gefühl häufig mit Worten, wie "pelzig", "eingeschlafen" oder wie "durch Watte".

Oftmals ist eine Hypästhesie verbunden mit einer Störung der Schmerzwahrnehmung, Temperaturwahrnehmung, sowie der Vibrations- und Lageempfindung.

HYPERÄSTHESIE

Hyperästhesie ist der Oberbegriff für ein gesteigertes Schmerzempfindlichkeit auf einen Reiz. Dies kann für Betroffene bedeuten, dass beispielsweise die Kleidung auf der Haut oder die Berührung der Bettdecke starke Schmerzen auslöst (vergleichbar wie bei einem starken Sonnenbrand).

HYPERALGESIE

Gesteigertes Schmerzempfinden eines normalerweise leicht schmerzhaften Reizes. Hyperalgesie stellt eine Unterform der Hyperästhesie dar. Anders als bei der Allodynie ist der zugrundeliegende Reiz bei der Hyperalgesie aber grundsätzlich schmerzhaft. Auslöser können sämtliche Empfindungen von Druck, Wärme oder Kälte sein.

  I  

IATROGEN

Wenn beispielsweise Schmerzen durch eine ärztliche oder therapeutische Behandlung oder auch durch ein Nicht-Handeln verursacht werden. 

IDIOPATHISCHE SCHMERZEN

Schmerzen ohne erkennbare Ursache.

ILIOSACRALGELENKSBLOCKADE (ISG-Blockade)

Das Iliosacralgelenk verbindet das Kreuzbein mit dem Darmbein. Eine ISG-Blockade bezeichnet eine Bewegungseinschränkung des ohnehin straffen Gelenkes durch Fehlbelastung, Bandlockerung oder Abweichen der Stellung der Gelenkflächen zueinander von der Norm. Sie kann zu Schmerzen im unteren Rücken oder im Gesäß führen, die häufig auch in die Oberschenkel ausstrahlen und fälschlicherweise für einen Bandscheibenvorfall gehalten werden.

ISCHIALGIE

Sammelbezeichnung für Schmerzzustände im Versorgungsbereich des Ischiasnervs, der vom unteren Rücken über das Bein bis zum Fuß verläuft.

INVASIVE SCHMERZBEHANDLUNG

Behandlungsverfahren, bei denen Medikamente meist durch Injektionen mit Spritzen oder Katheter (dünne Schläuche) in den Körper eingebracht werden. Neben Nervenblockaden zählen auch das Einsetzen von Medikamentenpumpen oder SCS (Spinal Cord Stimulation) dazu.

 K 

KARPALTUNNELSYNDROM

siehe Engpasssyndrom

KOPFSCHMERZ

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzformen. Für die Diagnose ist ein ausführliches Anamnesegespräch besonders wichtig. Dabei werden unter anderem Art, Ort, Dauer und Häufigkeit der Schmerzen sowie mögliche Begleitsymptome erfasst. Auch mögliche Vorzeichen einer Kopfschmerzattacke und Faktoren, die die Beschwerden verstärken oder lindern, können wichtige Hinweise liefern. 

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Art von Kopfschmerzen vorliegt. Daher ist eine exakte Diagnosestellung bei Kopfschmerzen unerlässlich.

KOMPLEXES REGIONALES SCHMERZSYNDROM

siehe CRPS

KOPFSCHMERZ DURCH MEDIKAMENTENÜBERGEBRAUCH 

Kopfschmerz, der sich paradoxerweise entwickelt, wenn über einen längeren Zeitraum zu viele Schmerzmedikamente oder Triptane eingenommen werden. Als Grenze für das Risiko der Entstehung wird, je nach Medikament, die Einnahme an mindestens 10 oder 15 Tagen pro Monat bezeichnet. Dieser Kopfschmerz verschwindet meist nach Beendigung des Übergebrauchs.

 L 

LEITLINIEN

Medizinische Leitlinien sind systematisch entwickelte Expertenaussagen mit Behandlungsempfehlungen. Sie unterstützen die Entscheidungsfindung von Arzt und Patient und vermitteln den Stand des aktuellen medizinischen Wissens. Leitlinien sind rechtlich nicht bindend, stellen aber Handlungs- und Entscheidungskorridore dar.

LOKALANÄSTHETIKUM (Plural: Lokalanästhetika)

Medikament, das eingespritzt werden kann und eine örtliche Betäubung verursacht, wie etwa beim Zahnarzt, aber auch bei Operationen.

 M 

MEDIKAMENTENINTERAKTION
(auch: Wechselwirkung)

Beeinflussung einer Medikamentenwirkung durch ein anderes Medikament. Die Wirkung kann dadurch verstärkt, abgeschwächt oder aufgehoben werden.

MIGRÄNE

Migräne ist ein komplexes neurologisches Schmerzbild, das durch wiederkehrende Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist.

  • Charakteristisch ist ein einseitiger pulsierender, pochender Kopfschmerz, der sich bei Bewegung verschlimmert.

  • Eine Migräne kann eine Dauer von 4-72 Stunden haben.

  • Häufig werden die Kopfschmerzen von Licht- und Lärmempfindlichkeit und/oder Übelkeit und Erbrechen begleitet.

  • Eine Migräneattacke kann sich bereits frühzeitig durch "Vorboten", wie etwa Nackenverspannungen, Heißhunger, vermehrtes Gähnen, Stimmungsschwankungen, etc. ankündigen.

  • Circa 25% der Betroffenen leiden zusätzlich unter einer Migräneaura. Dabei handelt es sich um neurologische Symptome, wie Sehstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen oder Sprachstörungen.

  • Neben einer Akuttherapie (siehe Triptane) kann sehr häufig auch bereits eine prophylaktische Therapie (siehe CGRP-Antikörper, Gepante) notwendig sein.

MISSEMPFINDUNG

Ungewöhnliche Sinneswahrnehmungen, die durch Gefühlsnerven vermittelt werden: z.B. Brennen, Kribbeln, Stechen, Elektrisierend oder Ameisenlaufen. Diese treten oft infolge von Schädigungen auf, die durch Druck, Einklemmung oder andere Krankheiten eines Nervs entstehen.

MULTIMODALE SCHMERZTHERAPIE

Multimodal beschreibt die Methoden, die in der Behandlung miteinander kombiniert werden können: z.B. medikamentöse, physiotherapeutische und psychotherapeutische Therapien.

MULTIPROFESSIONELLE SCHMERZTHERAPIE

Multiprofessionell beschreibt Berufsgruppen, die in die Behandlung eingebunden sind: Meist bestehend aus Ärzt:innen (verschiedener Fachrichtung), Pflegefachkräften, Physiotherapeut:innen, Psychotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen, Sozialarbeit. 

Der Unterschied zur interdisziplinären Schmerztherapie besteht darin, dass die behandelnden Personen nicht unbedingt im Austausch miteinander stehen.

MYOFASZIALER SCHMERZ

Schmerzen, die von Muskulatur, dem Sehnen- oder Bindegewebe ausgehen und durch Verklebung des Gewebes bedingt sind.

MAGNETRESONANZTOMOGRAFIE (MRT)

Technik zur Schnittbildgebung mithilfe von Magnetfeldern. Beim MRT entsteht keine Strahlenbelastung für den Körper.

 N 

NEUROPATHISCHER SCHMERZ (Nervenschmerz)

Neuropathische Schmerzen entstehen durch eine direkte Läsion, Schädigung oder Erkrankung von Nerven im peripheren oder zentralen Nervensystem.

  • Schmerzcharakter: Wird von Betroffenen häufig als brennend, elektrisierend, stechend, eiskalt oder kribbelnd beschrieben.

  • Begleiterscheinungen: Häufig treten Taubheitsgefühle oder eine extreme Überempfindlichkeit gegenüber leichten Berührungen (Allodynie) auf.

  • Beispiele: Diabetische Polyneuropathie, Post-Zoster-Neuralgie, Bandscheibenvorfall mit Radikulopathie, etc.

 T 

TRIPTANE

Triptane sind spezielle Medikamente, die gezielt zur Behandlung akuter Migräneattacken (mit und ohne Aura) sowie bei Clusterkopfschmerz eingesetzt werden.

  • Wirkungsweise: Sie wirken über eine Stimulierung des Serotoninrezeptors, verengen erweiterte Blutgefäße im Gehirn, hemmen die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen und blockieren die Schmerzweiterleitung.

  • Einnahmezeitpunkt: Sollten zu Beginn der Schmerzphase der Migräne eingenommen werden (nicht schon während der Aura-Phase).

akuter Schmerz
Analgetikum
Aura
Antidepressivum
Antikonvulsivum
Arthritis
Arthrose
absteigende Schmerzhemmung
Allodynie
Bandscheibenvorfall
Belastungsschmerz
Bewegungsschmerz
bio-pscho-soziales Schmerzmodell
Capsaicin
CGRP Antikörper
chronischer Schmerz
Clusterkopfschmerz
CRPS
Dysästhesie
EEG-Elektroenzephalographie
EMG-Elektromyographie
ENG-Elektroneurographie
Engpasssyndrom
evozierter Schmerz
Facettengelenk
KS Medikamentenübergebrauch
Leitlinien
Lokalanästhetikum
Nervenschmerz
Triptane
A
B
C
D
E
Ergotherapie
F
Fibromyalgie
G
Gürtelrose
H
Herpes Zoster
Hypästhesie
Hyperalgesie
Hyperästhesie
I
Iatrogen
Idiopathische Schmerzen
ISG-Blockade
Ischialgie
Invasive Schmerzbehandlung
K
Karpaltunnelsyndrom
Komplexes regionales Schmerzsyndrom
Kopfschmerz
L
M
MRT Magnetresonaztomographie
Medikamenteninteraktion
Migräne
Missempfindung
Multimodale Schmerztherapie
Multprofessionelle Schmerztherapie
Myofaszialer Schmerz
N
T
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