Gender Pain Gap und Medical Gaslighting

Aktualisiert: vor 3 Stunden
LinkedIn Post zum Weltfrauentag 8. März 2026

Ich könnte meinen Post vom letzten Jahr zum Weltfrauentag heute fast unverändert wieder veröffentlichen.
Und genau das ist das Problem. Der Gender Pain Gap ist noch immer Realität.
Die Zahlen sind ernüchternd.
Sie zeigen aber auch, wie viel ein vorurteilsfreier Blick auf (Schmerz-)Patientinnen verändern könnte:
➡️ Frauen würden nicht länger in der Notaufnahme warten – und sie würden (genauso wie Männer) eher Schmerzmittel und keine Beruhigungsmittel erhalten.
Denn auch im Gesundheitssystem wirken Stereotype – oft unbewusst. Genau deshalb müssen wir sie sichtbar machen und uns selbst immer wieder hinterfragen.
Medical Gaslighting
Medical Gaslighting beschreibt die Situation, wenn sich Patientinnen (und Patienten) von Angehörigen der Gesundheitsberufe nicht ernstgenommen fühlen. Wenn Schmerzen kleingeredet, geleugnet oder als psychisch bedingt abgetan werden.
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Aber heute möchte ich nicht nur bei den Zahlen bleiben.
Denn während sich strukturell nur wenig bewegt, erlebe ich täglich Frauen, die im Gesundheitswesen tätig sind, die mich inspirieren und mir Hoffnung geben.
(Die Links führen zu deren LinkedIn Profilen)
Dr. med. Catherine Chaput, mit der ich die Initiative Schmerz e.V. zur Förderung der Selbstwirksamkeit in der Schmerztherapie gegründet habe – und die mich täglich daran erinnert, wie Veränderung fast automatisch geschieht, wenn wir Personen so annehmen, wie sie sind - bedingungslos und ohne “doppelten Boden”. Ihre fachliche Expertise und ihre umfangreichen Erfahrungen aus der Praxis trägt sie dabei stets auf Augenhöhe.
Cornelia Flasch-Polly, MD, deren Expertise - vor allem in der Pharmakogenetik - mich immer wieder beeindruckt. Es gelingt ihr, diesen personalisierten, medizinischen Blick auf humorvolle und verständliche Weise wissenschaftlich erfahrbar zu machen.
Ursula Sommer, bei der sich Solidarität selbstverständlich und fast schon "leicht" anfühlt.
Diese 3 Frauen stehen exemplarisch für viele Frauen im Gesundheitswesen.
Und eigentlich vereinen alle 3 diese Eigenschaften: fachliche Expertise, Empathie, Humor, Integrität, Solidarität, uvm.
Während ich diesen Text geschrieben habe, musste ich an die Worte von Maya Angelou denken:

Genau das treibt uns bei der Initiative Schmerz e.V. an:
Wir wollen Patient:innenwege verkürzen – dafür verlinken wir alle relevanten schmerzspezifischen Anlaufstellen auf unserer Website – und bringen bei unseren Netzwerktreffen Gesundheitsberufe gezielt zusammen. Denn je kürzer der Weg zur richtigen Therapie, desto weniger Frauen müssten warten, bis sie endlich gehört werden.
Ich hoffe sehr, dass ich nächstes Jahr zum Weltfrauentag einen anderen Post schreiben kann.
Einen, in dem steht:
Frauen warten kürzer. Frauen werden ernst genommen. Die Zahlen haben sich verändert.
Bis dahin arbeiten wir weiter daran.
Für alle Frauen, die heute Schmerzen haben:
Ihr werdet gesehen.
Herzlichst,
Birgit Adrario





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